Energie Versorgung für Bayern

Veröffentlicht am 22. Februar 2026 um 19:13

Wird Bayern tatsächlich hybride Energiesysteme implementieren, und neue Gasenergiezentralen in einem modernen Design ausschließen ?

Wenn wir uns die aktuellen Entwicklungen in der Energiepolitik ansehen, stellt sich eine grundlegende Frage:
Wollen Bayern und Deutschland wirklich in eine Zukunft steuern, die so aussieht wie auf diesem Bild – mit weitläufigen, energieintensiven Strukturen, die nur entstehen, wenn wir heute nicht konsequent auf hybride, flexible und landschaftsverträgliche Energiesysteme setzen?
Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, bestimmen das Bild unserer Energieversorgung für Jahrzehnte.

Mein Lösungsvorschlag in der Energiewirtschaft gliedert sich wie folgt:

Ich konzentriere mich ausschließlich auf technisch fundierte Lösungen, die sich aus praktischen Erfahrungen ableiten – nicht aus Prospekten, politischen Narrativen oder theoretischen Modellen. Solche Aspekte lasse ich außen vor, da sie in der Realität selten erfolgreich umgesetzt werden können.

Mein Ziel ist es, einen wertvollen Beitrag zu leisten, der auf technischer Expertise, betrieblichen Erfahrungen und physikalischer Machbarkeit basiert.

Die von mir empfohlene Lösung zur Optimierung der Energieerzeugung und -versorgung für die Regierung ist der Einsatz von Gaskraftwerken der neuesten Generation. Diese modernen Anlagen erreichen Wirkungsgrade von etwa 60 %. Ihre Flexibilität ermöglicht es, sie gezielt dort einzusetzen, wo unser Energiesystem die größten Defizite aufweist, insbesondere während der täglichen Spitzenlasten am Morgen und am Abend. Diese Lastspitzen sind planbar, treten täglich wiederholt auf und können mit diesen Anlagen zuverlässig abgedeckt werden, ohne dass erheblicher Aufwand oder die umfangreichen Speicher- und Flächenprobleme, die mit Wind- und Photovoltaikanlagen verbunden sind, erforderlich sind.

Warum schlage ich diese Lösung vor?


Wir betrachten hier nicht die Dauerlast, sondern die täglich auftretenden Lastspitzen, die kontinuierlich jeden Morgen und Abend festgestellt werden können.
Wenn Deutschland erwacht, steigen der Bedarf an Energie in Büros, die Öffnung von Geschäften und der Betrieb von Industrieanlagen erheblich an, was zu einem erhöhten Strombedarf für einen Zeitraum von 3–4 Stunden führt.
Abends zeigt sich ein ähnliches Muster, jedoch in umgekehrter Reihenfolge: Die Büros schließen, während die Haushalte in Betrieb genommen werden.


Diese Verschiebungen erfordern geeignete Maßnahmen, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten.
Moderne Gaskraftwerke sind genau für solche Anforderungen ausgelegt:
Sie sind in der Lage, innerhalb weniger Minuten hochzufahren, flexibel zu regeln und die erforderliche Kapazität bereitzustellen, die während dieser Spitzenzeiten notwendig ist.


Diese technologische Lösung bietet nicht nur zuverlässige und planbare Energie, sondern trägt auch zur Kontrolle der CO₂-Emissionen bei, da die Anlagen ausschließlich dann betrieben werden, wenn dies tatsächlich erforderlich ist.

Um die erforderliche Kapazität durch Wind- und Photovoltaikanlagen sicherzustellen, wurde eine umfassende Analyse der Situation in Bayern durchgeführt.

Es besteht ein Bedarf von etwa 4.000 MW zusätzlicher Leistung, um die täglichen Lastspitzen in den Morgen- und Abendstunden adäquat zu bewältigen.

Diese Untersuchung wurde nicht aus ideologischen Gründen angestellt, sondern um die infrastrukturellen Herausforderungen zu verdeutlichen, die auftreten, wenn die notwendige Leistung ausschließlich durch Wind- und Photovoltaik bereitgestellt werden soll.

Die technische Umsetzbarkeit erweist sich als problematisch – sowohl hinsichtlich der benötigten Flächenressourcen als auch in Bezug auf die logistischen Gegebenheiten und die vorhandene Speicherinfrastruktur.

Zu diesem Zweck präsentiere ich Ihnen die relevanten Zahlen, um deutlich aufzuzeigen, welche Ressourcen allein für den Bundesstaat Bayern erforderlich wären.

Diese Darstellung verdeutlicht ebenso, welche Belastungen auch andere Länder tragen müssten, sollten wir diesen theoretischen Ansatz weiterverfolgen.

Es wäre eine illusorische Annahme, dass die benötigten Kapazitäten technisch realisierbar sind; solche Lösungen würden die gegenwärtigen Herausforderungen nicht nachhaltig bewältigen, sondern lediglich verlagern.

Ich konzentriere mich ausschließlich auf Lösungen, die kurzfristig umsetzbar sind. Realistisch betrachtet sprechen wir von einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren, vorausgesetzt, Bund und Länder erreichen eine Einigung.

Bayern stellt geologisch betrachtet keinen Standort dar, an dem die Windenergie zuverlässig effizient genutzt werden kann.
Die spezifische Kombination aus Bergen, Tälern und Hügellandschaften führt zu signifikanten Turbulenzen, unregelmäßigen Windprofilen und wechselnden Strömungen.
Diese extremen Bedingungen haben direkte Auswirkungen auf die Rotorblätter, die Türme sowie die gesamte Mechanik im Maschinenhaus.
Um derartige Anlagen in Bewegung zu setzen, ist ein erheblicher Anlaufstrom erforderlich, da die Masse der zwei oder drei Rotorblätter derart groß ist, dass sie nicht allein durch den Wind aus dem Stillstand anlaufen kann.
Je nach Anlagentyp kann der erforderliche Anlaufstrom etwa dem Energiebedarf eines vollständigen Tages entsprechen, lediglich um die statische Masse in Bewegung zu setzen, bevor der Wind die Rotation übernehmen kann.
Dieser technische Aspekt ist ein Faktum, das in zahlreichen theoretischen Modellen häufig nicht ausreichend berücksichtigt wird.

In Bayern ist die Nutzung von Windenergie faktisch nicht rentabel. Die Investitionskosten stehen in einem unfavourable Verhältnis zu den erzielbaren Erträgen, da der tatsächliche Jahresnutzungsgrad in Bayern unter 5 % liegt.

Dieser Wert ist nicht lediglich theoretischer Natur; er resultiert aus der geologischen Beschaffenheit der Region, die von geringen Windgeschwindigkeiten, ausgeprägten Turbulenzen und unregelmäßigen Strömungen geprägt ist.

Im bundesweiten Vergleich liegt der durchschnittliche Jahresertrag von Windenergie bei etwa 20 %, und selbst dieser Wert wird bereits als optimistisch angesehen. Für Bayern gestaltet sich die Situation jedoch erheblich ungünstiger, weshalb die Windkraft dort weder wirtschaftlich noch technisch tragfähig ist.

Wenn man den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung weiterverfolgt, erweist sich zunächst die Photovoltaik als die einzig verbleibende Lösung. Andere Technologien, die häufig im Diskurs erwähnt werden, befinden sich gegenwärtig noch in der Testphase und werden voraussichtlich bis 2030 nicht im erforderlichen Umfang einsatzbereit sein. Aus diesem Grund bleibt die Photovoltaik als die einzige kurzfristig verfügbare Option, um die täglich benötigten 4.000 MW zur Deckung der Netzspitzen in Bayern zu gewährleisten. Theoretisch mag diese Lösung vielversprechend erscheinen; jedoch zeigt die praktische Umsetzung, dass sie mit erheblichen infrastrukturellen Herausforderungen verbunden ist und technisch nur schwer realisierbar sein kann.

Um Ihnen einen umfassenden Einblick zu gewähren, bin ich bereit, die relevanten Zahlen offen zu präsentieren – damit alle  genau nachvollziehen können, worum es hier geht.
Sobald man die tatsächlichen Anforderungen betrachtet, wird deutlich, welche Dimensionen hinter der Idee stehen, in Bayern allein durch Photovoltaik eine Spitzenleistung von 4.000 MW zu generieren.
Ich präsentiere die Daten transparent, um eine fundierte Diskussion auf gleicher Basis zu ermöglichen.

Wenn man die genannten Zahlen betrachtet, ist es angebracht, sich die Frage zu stellen, ob der eingeschlagene Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen tatsächlich der geeignete ist.
Die Annahme, dass die Energiekosten für den Endverbraucher übermäßig hoch sind, entspricht nicht gänzlich der Realität.
Die Bundesregierung erwirbt Strom an der Energiebörse zu Preisen, die in etwa 10 Cent pro kWh liegen.
In den Sommermonaten können diese Großhandelspreise sogar auf rund 6 Cent pro kWh fallen.
Die Preise, die Endverbraucher zahlen, stehen jedoch in geringem Zusammenhang mit diesen Börsenpreisen; vielmehr sind es Steuern, Umlagen, Netzentgelte und politische Entscheidungen, die den Preis auf 48 Cent ansteigen lassen.

Damit bin ich bereit, Ihnen meine Berechnungen in Bezug auf Stückzahlen, Flächen und logistische Anforderungen transparenter darzustellen. Ich werde bewusst auf weiterführende Details verzichten, da es sich um reale, belastbare Daten handelt. Eine persönliche Meinung zu den vorliegenden Zahlen werde ich nicht äußern. Jede Person hat die Möglichkeit, nach dem Studium dieser Informationen eine eigene, fundierte Einschätzung vorzunehmen.

Aus diesem Grund präsentieren wir keine PowerPoint-Grafiken oder idealisierte Vorstellungen, sondern legen dar, wie wir zu diesen Ergebnissen gelangen. Nur durch die Untersuchung der realen technischen Grundlagen – wie Stückzahlen, Flächenbedarf, Logistik und physikalische Grenzen – ist es möglich, eine fundierte Beurteilung vorzunehmen, ob ein bestimmter Weg überhaupt umsetzbar ist.

Liste der notwendigen PV‑Kapazitäten für 4.000 MW Peak‑Leistung in Bayern

Ausgangspunkt:
Wir wollen 4.000 MW (4 GW) reale Leistung in den Peak‑Stunden erzeugen.

Da PV in Deutschland im Jahresmittel nur 10–12 % liefert (in Bayern eher 8–10 %), müssen wir die installierte Leistung entsprechend vervielfachen.


1. Benötigte installierte PV‑Leistung

  • Ziel: 4.000 MW reale Leistung
  • Realer PV‑Ertrag in Bayern: 8–10 %
  • Notwendige installierte Leistung:
    40.000–50.000 MW (40–50 GW)

2. Anzahl der PV‑Module

Ein Standard‑Modul liefert heute ca. 400–450 W.

Rechnung (konservativ):

  • 40.000 MW / 0,4 kW = 100 Millionen Module
  • 50.000 MW / 0,4 kW = 125 Millionen Module

→ Bayern bräuchte 100–125 Millionen PV‑Module.


3. Benötigte Fläche

Ein PV‑Modul benötigt inkl. Abstand, Wartungsgänge, Verkabelung etc. etwa 6–8 m².

Rechnung:

  • 100 Mio. Module × 6 m² = 600 Mio. m²
  • 125 Mio. Module × 6 m² = 750 Mio. m²

Umrechnung:

  • 600–750 km² Fläche
  • Das entspricht etwa der Fläche einer ganzen Großstadt
    (z. B. München = 310 km², Berlin = 891 km²)

→ Bayern müsste eine Fläche von zwei Münchens komplett mit PV zubauen.


4. Logistische Anforderungen

Für 100–125 Mio. Module brauchst du:

  • 100–125 Mio. Montagerahmen
  • 100–125 Mio. Wechselrichter‑Anschlüsse
  • 100–125 Mio. Verkabelungseinheiten
  • Tausende Kilometer neue Leitungen
  • Mehrere hundert neue Umspannwerke
  • Transport von 2–3 Millionen Tonnen Material
  • Jahrelange Baustellen in ganz Bayern

5. Speicherbedarf (Peak‑Abdeckung)

Um die 4.000 MW abends bereitzustellen, brauchst du:

  • 4.000 MW × 4 Stunden = 16.000 MWh Speicher

Das entspricht:

  • 16 Millionen kWh
  • 16.000 Tesla‑Megapacks
  • Kosten: > 10 Milliarden Euro nur für Speicher

Und das ist nur für einen einzigen Bundesstaat.


Wenn wir realistisch betrachten, dass ein Photovoltaik-Rendement von etwa 10 % zu erwarten ist – bei optimaler Südausrichtung und unter Berücksichtigung einer vollständigen Schattenfreiheit – ist die bloße Erzeugung im Abendbereich unzureichend.

Insbesondere in den Wintermonaten ist es erforderlich, über Speicherkapazitäten zu verfügen, die tagsüber aufgeladen werden, um eine Versorgung von bis zu 16 Stunden zu gewährleisten. In dieser Jahreszeit muss unser Lebenszyklus, der rund um die Uhr besteht, auch dann aufrechterhalten werden, wenn die Sonneneinstrahlung minimal oder gänzlich absent ist.

Dies impliziert, dass wir nicht nur die Photovoltaik-Flächen betrachten, die den täglichen Energiebedarf abdecken, sondern auch zusätzliche umfangreiche PV-Flächen, die ausschließlich darauf abzielen, die Speicherkapazitäten zu füllen. Je geringer die Sonneneinstrahlung, desto umfangreicher muss die Fläche sein, um sicherzustellen, dass die Speichereinheiten in vollem Umfang genutzt werden können.

Um einen einzigen Tag der Flaute zu überbrücken und 24 Stunden Strom bereitzustellen, wären circa 480 Speichermodule erforderlich. Die Fläche, die lediglich für diese Speicher benötigt wird, beträgt bereits etwa 1 km². Es ist wichtig zu betonen, dass dies lediglich für einen Tag gilt und nicht für eine gesamte Winterwoche ohne Sonneneinstrahlung.

In der Tat ist es so, dass in den Monaten November und Dezember nicht lediglich von einem einzelnen Tag der Flaute die Rede ist, sondern von einem gesamten Monat.

Dies bedeutet, dass täglich 480 Speichermodule, jeweils mit einer Fläche von rund 1 km², über einen Zeitraum von 30 Tagen in Betracht gezogen werden müssen.

Es bedarf keiner umfangreichen Berechnungen, um zu erkennen, dass dieses System selbst in der Theorie nicht skalierbar ist.

Wenn wir alles betrachten, was der heutige Stand der Technik erlaubt, wird klar:
Für Europa – und besonders für Deutschland – ist ein Energiesystem, das auf Photovoltaik basiert, geologisch und geografisch nicht realisierbar.
Wir liegen zu weit vom Äquator entfernt, um Sonnenenergie effizient und konstant zu nutzen.
Und wenn wir allein die Mengen betrachten, die wir für einen einzigen Bundesstaat wie Bayern benötigen würden, wird deutlich, dass PV, Speicher und Windenergie für Deutschland keine Option darstellen.
Wir reden hier nur über Stückzahlen – noch nicht einmal über die Investitionskosten, die sich erst nach 15 Jahren amortisieren würden.
Und mit einer Weltwirtschaft, die jedes Jahr wächst, werden diese Systeme nicht billiger, sondern teurer.

Selbst wenn wir dieses System aufbauen würden, hätten wir damit nur Zeit gekauft.
Nach etwa 20 bis 25 Jahren müssten die meisten dieser Module wieder ersetzt werden.
Das heißt: Wir sparen vielleicht fünf Jahre lang vermeintlich Kosten – und stehen dann vor der nächsten Welle, in der wir erneut eine gigantische Blase an neuen Panels beschaffen müssten.
Vorausgesetzt, es gibt dann überhaupt noch genügend Rohstoffe und Produktionskapazitäten, um diese Mengen an Zellen wieder herzustellen.

Diese Technik ist im großen Maßstab nichts weiter als Wunschdenken.
Für kleine Projekte, für einzelne Häuser oder Betriebe mag PV funktionieren – aber sie ist nicht geeignet, industrielle oder nationale Energiebedürfnisse zu decken.
Damit bleibt uns realistisch nur die Versorgung über günstige Energieträger wie Gas oder über Energieimporte aus anderen Ländern, um unseren Bedarf sicherzustellen.
Es liegt an unseren Landesvertretern, uns Bürger ehrlich zu informieren, und an den Experten, klar auszusprechen, dass das, was politisch gefordert wird, technisch nicht möglich ist.“

Schließlich gibt es einen Aspekt, der unumstritten ist:
Wenn die politischen Entscheidungsträger uns keine realistischen Preise für Gas und Energie zur Verfügung stellen, sind wir als Bürger letztlich gefordert, eigenständig Maßnahmen zu ergreifen.
Ein Energiesystem, das aus technischer Sicht defizitär ist, wird uns nicht nachhaltig helfen – unabhängig von der Attraktivität der präsentierten Lösungen.

Wenn die Politik uns keine realistischen Energiepreise zur Verfügung stellt, sind wir als Bürger gefordert, eigenständig Lösungen zu erarbeiten – dies ist eine unabdingbare Notwendigkeit.

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