Der Wasserstoff‑Mythos zerbricht Erdgas bleibt unersetzt

Veröffentlicht am 27. März 2026 um 20:54

Der Wasserstoff‑Mythos zerbricht Erdgas bleibt unersetzt

Dieses Bild präsentiert die Realität.

Auf der linken Seite sind drei von fünf notwendigen H₂-Energiezentralen abgebildet, die erforderlich sind, um ein einzelnes 500-MW-H₂-Kraftwerk in Deutschland betriebsbereit zu halten.

Rechts hingegen sehen Sie eine einzige 500-MW-GuD-Anlage, die mit Erdgas betrieben wird. Ein Kraftwerk. Ein Block. Eine Maschine.

 

 

Am Ende dieser Analyse werden Sie ein Ergebnis betrachten, das Sie nicht erwartet hätten. Es wird weder durch Emotionen noch persönliche Meinungen geprägt sein, sondern ist eine reine physikalische Realität.

Aktuell sind nur 10-MW-Anlagen auf Wasserstoff im Testbetrieb, und es existieren keine belastbaren Erfahrungen bezüglich der Skalierung solcher Systeme auf 100 MW, 300 MW oder 500 MW.

Basierend auf meiner eigenen Praxiserfahrung in der Skalierung von Anlagen habe ich bewusst nicht mit zehn kleinen, aber ambitionierten 10-MW-Systemen gerechnet. Stattdessen habe ich eine einzelne 100-MW-Anlage in Betracht gezogen, da dies der Realität wesentlich näher kommt, als plötzlich eine 300- oder 500-MW-Anlage zu realisieren.

Ein H₂-Kraftwerk benötigt täglich erhebliche Mengen an Grundstoffen und Energie. Um eine klare 1:1-Gegenüberstellung zu ermöglichen, werde ich die spezifischen Volumen und Ressourcen aufzeigen, die erforderlich sind, um ein einzelnes 500-MW-H₂-Kraftwerk zu betreiben.

Diese Grundstoffe und die benötigte Energie werden nicht in Deutschland produziert.

Sie werden in Asien, Australien und im Nahen Osten erzeugt Regionen, in denen die Abwärme dieser Anlagen kaum sichtbar ist, da die natürliche Verdunstung dort ohnehin gering ist und die Grundtemperatur bereits extrem hoch liegt. Die Diffusion von Wasserstoff aus Wasser stellt den energieintensivsten Schritt der gesamten H₂-Kette dar.

Hier beginnt der Prozess, der später als „grün“ vermarktet wird, obwohl er enorme Mengen an Strom, Wasser und Abwärme erzeugt.

Die Welt strebt nach Unabhängigkeit von Öl, Gas und Kohle und vertraut auf Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe. Dennoch entstehen diese Stoffe nicht aus dem Nichts. Sie benötigen dieselben Energiequellen, die seit Jahrhunderten genutzt werden.

 

Früher war die Erde in der Lage, dies auszugleichen:

  • Deutlich mehr Wälder
  • Kühlere Meeresoberflächen
  • Aktive Böden
  • Stabile Kreisläufe

Allerdings sind seit den 1980er Jahren diese natürlichen Puffer geschwächt.

 

Die Folge ist: 

  • Die Meere erwärmen sich, werden chemisch instabil und verlieren ihre Fähigkeit, CO₂ zu speichern.
  • Der Wasserkreislauf wird unzuverlässig, und genau dieser Kreislauf stellt das Kühl-System unseres Planeten dar.

 Es geht hierbei nicht um den Erdkern, sondern um ein bedeutenderes, seit fünf Jahren sichtbares Problem:

  • Der Wasserkreislauf funktioniert nicht mehr stabil.
  • Deutschland verdeutlicht dies Monat für Monat – zu wenig Regen, zu viel Regen, zur falschen Zeit, am falschen Ort.

 Wenn der Wasserkreislauf ins Stocken gerät, verliert die Erde ihr Kühlsystem.

Und genau dies geschieht derzeit.

Es geht um Wasser – den Motor des Lebens, der ins Stocken geraten ist.

Die Politik fordert, angesichts des Drucks aus der Bevölkerung, einen zügigen Umstieg auf Wärmepumpen, Photovoltaik, Windenergie und E-Mobilität.

Gleichzeitig soll Wasserstoff als CO₂-neutrale Reserveenergie zur Stabilisierung des Netzes eingesetzt werden. Doch all diese Systeme erfordern erhebliche Mengen Strom, die momentan nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind. Die Frage, wie dieses neue Versorgungssystem energetisch geschlossen werden soll, bleibt unbeantwortet.

Die Wahrheit ist:

Für H₂, Methanol, Ethanol und E-Brennstoffen benötigen wir:

  • Wasser, welches wir tatsächlich schützen müssen
  • Chemie zur Errichtung der Anlagen
  • Globale Schifffahrt, die mehr Energie verbraucht, als wir einsparen
  • Produktionsflächen im Ausland, da hiesige Produktion nicht möglich ist

Dann Können wir

 

Die Diffusion von Wasserstoff aus Wasser stellt den energieintensivsten Schritt der gesamten H₂-Kette dar. An diesem Punkt beginnt der Prozess, der später als 'grün' vermarktet wird, obwohl er enorme Mengen an Strom, Wasser und Abwärme erzeugt.

Um Wasserstoff aus reinstem Wasser zu gewinnen, sind die folgenden Maßnahmen erforderlich:

  • Den Reinstem Wasser in großen Elektrolyseuren zu H₂ spalten,
  • hierbei beträchtliche Mengen an elektrischer Energie einzusetzen,
  • den Wasserstoff zu trocknen, zu kühlen, zu komprimieren oder zu verflüssigen,
  • ihn in Tanks, Pipelines oder auf Schiffe zu transportieren,
  • ihn zu transportieren, zwischenzulagern, erneut umzuladen,
  • und schließlich in einer H₂-Turbine oder einem GuD-Blöcken zu verbrennen – was weitere Verluste mit sich bringt.

Und all dies, um letztlich feststellen zu können:

Sehen Sie, 500 MW grüne, CO₂-neutrale Energie – wir tragen zur Rettung des Klimas bei. In Wirklichkeit verbirgt sich hinter diesen 500 MW ein umfangreicher Komplex aus Vor-, Neben- und Hilfsanlagen, der bereits wie ein eigenständiges Kraftwerk operiert, um die Fassade der „Grünheit“ zu wahren.

Allein für die 264.000 Tonnen Wasserstoff, die erforderlich sind, um eine 500-MW-H₂-Stromanlage zu betreiben, werden bereits über 13 GWh Energie pro Jahr nur für die Wasseraufbereitung benötigt – lange bevor ein einziges Molekül Wasserstoff produziert wird.

Dies entspricht ungefähr 47 Milliarden kJ und über 5.000 Tonnen CO₂, nur um Wasser von Salz, Ionen und Verunreinigungen zu befreien. Es ist bemerkenswert, dass wir uns wundern, warum unser Planet zunehmend wie eine gigantische Wärmepumpe agiert, während wir parallel ein Energiesystem schaffen, das enorme Mengen an Wärme, Druck, Strom und Wasseraufbereitung benötigt, nur um „grünen“ Wasserstoff zu erzeugen.

Hiermit beginnt der nächste Schritt im Produktionsprozess von H₂-Gas

 

Die nachfolgende Abbildung zeigt eine Produktionshalle, in der dieser komplexe Prozess tatsächlich stattfindet. Hochmoderne Anlagen, eine sterile Umgebung und beeindruckende Energieflüsse prägen dieses Umfeld, in dem die Diffusion von Wasserstoff aus Wasser erfolgt – der kostspieligste und energieintensivste Schritt innerhalb der gesamten H₂-Kette.

 

Dies impliziert: Die Wärme, die von den Produktionssystemen für diesen H₂ freigesetzt wird, wird keineswegs ungenutzt bleiben. Sie wird lediglich in geografisch entfernte Regionen ausgelagert, weit entfernt von den Ländern, die später mit „grünem Wasserstoff“ beliefert werden und sich dafür feiern lassen.

Um diese 5 Betriebsstationen mit jeweils 100 MW effizient betreiben zu können, benötigen wir täglich:

  • 725.000 kg Wasserstoff (H2)
  • 40 GWh Strom zur Ermöglichung des Elektrolyseprozesses.
  • 7,6 Millionen Liter – ja, Sie lesen korrekt. 7,6 Millionen Liter vollständig demineralisiertes Wasser sind erforderlich.
  • Damit ein Produzent diese Menge H₂ für nur Deutschland herstellen kann, braucht er vier zusätzliche Energiezentralen à 500 MW, die – wie heute üblich – auf Kohle laufen

 

 

Dieses Wasser kann nicht mehr für unsere eigenen Bedürfnisse genutzt werden, da wir bestrebt sind, grüne Energie aus dem genannten Wasserstoff zu generieren, der als innovativer Brennstoff positioniert wird.

In Europa verfolgen wir das Ziel, unsere Abhängigkeit von importiertem Erdgas und Erdöl, insbesondere aus amerikanischen und nahöstlichen Quellen, zu verringern. Zudem ist die Gasversorgung über Pipelines aus Russland nicht mehr möglich, obgleich die erforderliche Infrastruktur technisch vorhanden ist.

Infolgedessen entsteht eine neue Form der Abhängigkeit: Wir substituieren die abhängige Pipeline-Versorgung durch globale Lieferketten, die kostenintensiver, energieaufwendiger und anfälliger für Störungen sind.

Zusätzlich entwickelt sich eine erneute Form der Abhängigkeit: Da Europa nicht in der Lage ist, ausreichende Mengen an Wasserstoff selbst zu produzieren, ergibt sich die Notwendigkeit, bedeutende Mengen aus Regionen zu importieren, in denen die Produktion kostengünstiger ist, insbesondere aus Teilen Asiens, Nordafrikas oder des Nahen Ostens.

Somit wird die Abhängigkeit lediglich von einem Energieträger auf einen anderen verschoben.

Eine objektive Betrachtung der Situation spiegelt die Realität wider:

Der Begriff „Autarkie“ findet häufig in politischen Diskussionen Verwendung, doch die tatsächlichen Lieferketten verdeutlichen, dass eine vollständige Unabhängigkeit kaum erreichbar ist.

Um die Logistik zu optimieren und den Transport dieses extrem flüchtigen Gases über Straßen oder Schienen zu vermeiden, sollten derartige H₂-Produktionsanlagen ausschließlich an Hafenstandorten errichtet werden.

Daraus ergibt sich, dass Bremen, Hamburg, Flensburg, Travemünde und Rostock die einzigen realistischen Standorte darstellen, an denen solche Anlagen installiert werden können.

An diesen Standorten kann der Wasserstoff direkt von den Schiffen entladen und unverzüglich den angeschlossenen Kraftwerkszentralen zugeführt werden, um das Risiko von Transport und Lagerung auf ein Minimum zu reduzieren.

 

 

 

Die Thematik komplexer chemischer Prozesse und globaler Lieferketten erfordert eine präzise Betrachtung, insbesondere in Bezug auf die Produktionskapazitäten, die in Deutschland nicht vollständig gegeben sind. Darüber hinaus müssen wir auch die Herausforderungen im Transportwesen, die Verflüssigung, potenzielle Verluste sowie die damit verbundenen maritimen Logistikmaßnahmen in unsere Analyse einbeziehen.

Hier präsentieren wir Ihnen unsere zukünftigen H₂-Verbrenner. Diese beeindruckenden Anlagen sind geprägt von Funken, Flammen und einem Betrieb, der rund um die Uhr erfolgt – selbst unter extremen Bedingungen.

So könnte man die Vision von „grüner Energie“ verstehen, wenn die Verbrennung von Wasserstoff im industriellen Maßstab in Betracht gezogen wird. Diese Prozesse sind charakterisiert durch Schwerindustrie, intensive Hitze und damit verbundene Verluste und Risiken. Dennoch wird dies in der politischen Diskussion häufig als „klimaneutral“ bezeichnet.

 

Bevor ich meine abschließende Bewertung zu einer 500 MW Wasserstoff- und Gasverbrennungsanlage abgebe, möchte ich zunächst eine persönliche Mitteilung machen, um meine Reaktion auf diese erneuerbaren synthetischen Alternativen zu Öl, Gas und Kohlen auszudrücken.

Ich verfüge über einen soliden Hintergrund in der Chemie- und Petro-Chemieindustrie. In einer Laufbahn von zwanzig Jahren habe ich Anlagen, Prozesse und Risiken nicht nur theoretisch, sondern in der praktischen Anwendung kennengelernt.

Im Alter von 19 Jahren trat ich in meiner ersten großen Rolle als Einsatzleiter bei Großschadenereignissen im In- und Ausland auf. Die Bedingungen waren extrem: –25 °C, Windstärke 7, und ein durchgehender Einsatz über 120 Stunden. Ein Team von acht Fachkräften stand einer Situation gegenüber, die jederzeit außer Kontrolle geraten konnte. Der Umgang galt der HF – Flusssäure, einer der gefährlichsten Industriechemikalien unserer Zeit.

Ein acht Meter langer, mehrfach geschweißter Behälter war durch Feuchtigkeit und Korrosion angegriffen worden. Nach fünf Tagen, als der Behälter nahezu leer war, war bereits rund 70 % der Wandstärke abgetragen. Nur die extremen Temperaturen haben den Prozess verlangsamt und uns die notwendige Zeit verschafft. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt und mir Respekt vor Chemie, Technik, der Natur sowie der Erde selbst vermittelt.

Mit 22 übernahm ich mein erstes Projekt als Projektleiter. Unser Ziel war es, ein neuartiges Freon ohne Chlorverbindungen zu entwickeln und in die Produktion zu bringen – ein entscheidender Schritt zur Reduktion umweltschädlicher Substanzen. Gleichzeitig wurden wir zum HCl-Lieferanten für die Industrie, da das Nebenprodukt unseres Prozesses sinnvoll weiterverwendet werden konnte. Dies stellt ein Beispiel echter Kreislaufwirtschaft dar, lange bevor dieser Begriff populär wurde.

Diese Erfahrungen sind der Grund, warum ich Gefahren frühzeitig erkenne, Risiken realistisch einschätze und neuen Technologien kritisch gegenüberstehe, besonders wenn die Versprechen über das physikalisch Mögliche hinausgehen. Ich bin sehr wohl in der Lage zu beobachten, dass viele der gegenwärtigen „Lösungen“ unser Ökosystem weiter destabilisieren, anstatt es zu entlasten.

Ich bin überzeugt, dass wir mit rationalem Denken und Verantwortungsbewusstsein einen anderen Weg beschreiten müssen – einen Weg, der die Erde wieder bewohnbar macht für zukünftige Generationen. Zudem sollten wir das Narrativ einer „Perpetuum-Mobile-Ökonomie“, die ständig nach Wachstum und einer kontinuierlichen Erhöhung des BIP strebt, hinterfragen, da jede dieser Maßnahmen bislang lediglich zu höheren Kosten und einer zunehmenden Erderwärmung geführt hat.

 

🔥 Die grüne Blase platzt. Sie platzt hier und heute. Und ich sage es klar und deutlich – als Wächter der Erde ©.

Ein 500‑MW‑H₂‑Komplex in Deutschland verursacht:

  • 5,8 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr – ausgelagert in die vorgelagerte Produktion,
  • 1,2 Gigawatt Dauer‑Abwärme,
  • 13,9 Millionen m³ demineralisiertes Wasser,
  • 14,6 TWh Stromverbrauch,
  • und fünf vollständige Elektrolyse‑Anlagen, nur damit am Ende 500 MW Strom bereitstehen.

 

Zusätzlich entstehen höhere NOx‑Emissionen durch höhere Verbrennungstemperaturen, die nur durch den Einsatz von Trinkwasser kontrolliert werden können – und selbst dann höher liegen als bei einer klassischen GuD‑Anlage.

Das ist kein Fortschritt. Das ist kein Klimaschutz. Das ist ein energieintensives System, das enorme Ressourcen verbraucht, Wasser bindet und zusätzliche Wärme in die Umwelt abgibt.

Der reale Vergleich

Ein 500‑MW‑GuD‑Kraftwerk liefert dieselbe Leistung mit:

  • 1,5 Millionen Tonnen CO₂,
  • nur 0,33 GW Abwärme,
  • ohne demineralisiertes verbrauch,
  • ohne fünf vorgelagerte Prozessstufen,
  • ohne 14,6 TWh Zusatzstrom.

 

Viermal weniger CO₂

Viermal weniger Abwärme

Null Wasserverbrauch

Eine Anlage statt fünf

 

Und dennoch wird der Wasserstoff‑Komplex als „grün“ bezeichnet.

Das ist die technische Realität hinter der Wasserstoff‑Illusion.

Franciscus Wächter der Erde©

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